Hoppediz hopyte conversion wrapconDer Hoptye Conversion vom deutschen Hersteller Hoppediz kam Anfang 2015 als Überarbeitung des klassischen Hoptyes auf den Markt. Beides sind Meitais vom Typ einer Wrapcon, d.h. der Hüftgurt wird geknotet und die Schulterträger können durch ihre Breite (ca. 28 cm) wie ein Tragetuch aufgefächert und gebunden werden. Eine Wrapcon erfordert somit durch das strähnchenweise Straffen vergleichsweise mehr Aufwand als eine klassische Mei Tai, imitiert dafür jedoch sehr gut die Gewichtsentlastung und – verteilung eines Tragetuchs und passt sich optimal an Kind und Träger an. Wer somit eine Tragehilfe mit dem Tragetuchgefühl verbinden will, sollte sich WrapCons unbedingt einmal näher ansehen.

Unterschiede zwischen Hoptye & Hoptye Conversion

Wie bereits erwähnt ist das Modell Conversion eine Verbesserung des Hoptyes. Deutlichste Änderung auf den ersten Blick ist der verlängerte Latz im Bauchbereich. Dieser dient als kleiner Polster, um den Druck des Knotens bzw. Tuchverlauf vom Bauch des Trägers abzuleiten. Im Vergleich zum Hoptye wurde bei dem Modell Conversion die Polsterung des Hüftgurts um 10 cm reduziert und ist somit auch bei schmäleren Damen besser anlegbar.

Weiters neu sind (Bilderklärung von Hoppediz):

  • Schlaufe auch auf der Schulterträgerrückseite, um die Nackenstütze auch bei gekippten Trägern befestigen zu können.
  • Die Nackenstütze kann nicht mehr nur gerollt (Knopfschlaufe beim Übergang vom Rückenpaneel zu den Schulterträgern, sondern mittels Kordelstopper auch gerafft werden kann. Mittels Knopf kann sie auch am Übergang vom Rückenpaneel zu den Trägern befestigt werden.)
  • Seitliche Raffung mittels Tunnelzug und Kordelstopper.
  • schräge Tunnelzüge zur Verkürzung des Rückenpaneels.

Insgesamt ermöglicht der Hoptye Conversion eine noch bessere Anpassbarkeit an das (kleine) Baby, als der normale Hoptye. Getragen kann mit dem Hoptye Conversion Apron und Non-Apron werden.

100d51009Anwendung und Tragedauer?

Der Hoptye Conversion ermöglicht mehrere Bindeweisen. Bei Neugeborenen und kleinen Babys ist es ratsam, die Schulterträger beim Bauchtragen gekippt (vgl. Bindeweise „Känguru“ mit dem Tragetuch, Foto oben, linke Bildseite) zu tragen, um die Weite der Kopfkante des Rückenpaneels optimal ans Kind anzupassen. Später kann selbstverständlich auch ungekippt getragen werden.  Wie beim Ring Sling (bzw. Känguru wenn gekippt) verläuft auch bei einer WrapCon beim Bauchtragen der Träger weit über die Schulter hinunter. Dies kann unter Umständen beim Arbeiten o.ä. als störend bzw. bewegungseinschränkend empfunden werden, dafür wird das Kindesgewicht aber gut abgefedert.

Bis Sitzalter ist es sinnvoll die Trägerbahnen, unabhängig von Bauch- oder Rückentragen, wie bei einem MeiTai/Halfbuckle (z.B. MySol, Frl. Hübsch) unterhalb der Beine des Babys entlang zu führen – je nach Trageweise, Statur und Präferenz kann am Bauch oder Rücken geknotet werden. Ich persönlich empfehle Eltern bei Tragehilfen, welche ausschließlich zum Binden sind, eher am Bauch zu knoten, da so das Risiko einer Verwechslung von Hüftgurt und Trägern beim Knoten lösen vermindert wird.

Später kann die Schulterbahn auch über dem Po des Babys aufgefächert genützt werden, um ein höheres Gewicht länger bequem tragen zu können bzw. um den Steg noch ein wenig zu erweitern bei Bedarf.

Die sehr langen Schulterträger (ca. 2,30m) sind beim Binden einerseits ein gewisser Vorteil, können jedoch an nassen, matschigen Tagen den Träger etwas vor eine Herausforderung im Handling stellen. Der Vorteil besteht dafür u.a. darin, dass die Träger beim Auffächern gut und bequem von vorne zwischen den Oberschenkeln fixiert werden können – was bei manchen anderen Wrapcons (z.B. Wrapidil) mit einer Spur kürzeren Trägern schon mal eher kreativere Lösungen erfordert.

Da beim Rückentragen meist sehr viel Stoff bei den Schulterträgern überbleibt, können aber diverse Rucksack-Finishs genützt werden, um nicht nur den Tuchüberschuss auf eine bewältigbare Länge zu reduzieren, sondern um auch je nach Statur eine zusätzliche Entlastung im Brust/Schulterbereich zu erzielen (z.b tibetanisches Finish) – ein paar Ideen für Wrapcons werde ich euch im Laufe der kommenden Tage noch konkreter zeigen!

Anpassbarkeit ans Kind beim Hoptye Conversion

logo_tragend-begleitet100Mittels dreier getrennter Tunnelzüge lässt sich der Hoptye Conversion auch an sehr kleine Babys in der Höhe optimaler anpassen, als der klassische Hoptye, welcher nur über einen Tunnelzug am Steg verfügt. Zwei Kordelzüge befinden sich im Stegbereich und erlauben eine Steganpassung (sowie erst grobe Höhenanpassung) auf ca. 20-39 cm (der obere, schräge für kleinere, der untere, waagrechte für ältere Kinder). Der dritte, senkrecht seitlich des Rückenpaneels verlaufende Tunnelzug gestattet ein „Finetuning“ in der Höhe. Dank der Lösung mit Kordelstopper und strukturiertem Stoffband (statt z.b. Gummiband) kann hier auch nichts verrutschen. Zusätzlich kann die Anpassung durch ein höher- bzw. tiefer setzen des Kindes erfolgen. (hier plane ich dann wohl spätestens im Sommer mit Minibaby ein kleines Update des Artikels, da ich leider weder in Beratungen noch altersbedingt mit meinem Sohn hier für den Artikel experimentieren konnte bisher  😉 )

Ein weiterer Tunnelzug im Nackenbereich ließe auch hier eine Verengung zu, wenn nötig.

Passbarkeit des Hoptye Conversion

Für uns passte der Hoptye Conversion bis Kleidergröße 92 sehr gut und auch mit ca. 12.5 Kilogramm Kind sehr  bequem, danach stößt er auch aufgefächert je nach Beinlänge des Tragling zunehmend an seine (größenbedingten) Grenzen (lt. Hersteller werden von Geburt bis ca. 2,5 Jahre als Passbarkeit, dh. ca. Kleidergr. 92/98 herum angegeben, was somit auch meinen praktischen Erfahrungen entspricht).

Ein besonderer Vorteil des Hoptyes ist das Preis-Leistungsverhältnis. Sind die meisten gut und lange nutzbaren Tragehilfen nicht unter 100-140 Euro erhältlich, so stellt der Hoptye mit ca. 75/80 Euro bzw. der HopTye Conversion mit ca. 90/95 Euro (je nach Modell) beinahe ein „Schnäppchen“ dar, welches sich als Ausgabe auch in Hinblick auf die für eine Tragehilfe sehr lange Tragedauer wirklich rentiert.

Zur Firmengeschichte

Hoptye Conversion RückentragenHoppediz wurde von der aus der Textilbranche stammenden Annette Schröder und ihrem Mann Ingo (er ist übrigens der erste männliche Trageberater Deutschlands!) Anfang 2000 gegründet. Nach der Geburt ihres ersten Kindes wurde kein Tragetuch in Qualität und Preis ihren Ansprüchen gerecht, weshalb sie nach langer Recherche ihre eigenen Tücher herzustellen begann. Ziel ist es bis heute, gute Tragetücher zu einem günstigen Preis zu produzieren.

Neben Baumwolltüchern stammen auch die in diesem Beitrag vorgestellte Wrapcon „Hoptye (Conversion)“ und der Bondolino aus dem Hause Hoppediz.

Material & Produktion

Hoppediz lässt seine Tücher aus Baumwolle aus konventionellem Anbau, teils kontrolliert biologischem Anbau, in Indien weben und endfertigen (keine Kinderarbeit!). Bis 2007 wurde handgewebt, durch die gestiegene Nachfrage erfolgt die Webung seither maschinell. Die Färberei nützt ausnahmslos hochwertige, unbedenkliche, schwermetallfreie Farbstoffe. Der Hersteller lässt seine Produkte diesbezüglich auch regelmäßig testen.

 

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Mit etwas Glück zieht der Hoptye Conversion bald bei dir ein!

 

(Der zu gewinnende Hoptye Conversion wurde von Hoppediz zu Verfügung gestellt, hat aber keinen Einfluss auf meinen Eindruck des Produkts!)