Wer kennt sie nicht, den Kindermund unserer Jüngsten? Unterhaltsam kann aber auch das Stillen eines Kleinkindes sein. Denn es findet immer den perfekten Moment zum Stillen … nicht.ANMERKUNG: “teta“ (span. Busen) ist die Bezeichnung unseres Sohnes – steht beispielhaft für alle anderen kindlichen Kosenamen für Mamas Oberweite. ;)

  1. Du wirst prinzipiell im Morgengrauen mit befehlshaberischem “Teta“ oder, falls du mal noch tiefer schlafen solltest, mit ausgepackter Brust vom Milchvampir geweckt. Jegliche Versuche deinerseits, dein Kind dazu zu motivieren, den Papa zur Abwechslung zu wecken, scheitern phänomenal.
  2. Du hast dich endlich aus dem Bett gewälzt und tappst im Halbschlaf aufs WC. Du bist garantiert nicht alleine bei der Sitzung. Und wehe im Ausschnitt blitzt es… Schon hat sich der Milchvampir seinen “Lieblings-BicMäc-Busen“ beidhändig gepackt, und angedockt.
  3. Irgendwie schaffst du es, dein Kind ins Kinderzimmer zu lenken und dir ein entspannendes Bad zu gönnen. Spätestens wenn du nahe der Tiefenentspannung angelangt bist, geht die Tür auf und dein Kleinkind stürzt sich notfalls kopfüber zu dir in die Wanne, bei dem Versuch erneut anzudocken. Begleitet wird die Situation von einem vergötterndem Blick und “Teta“-Mantra seitens des Kindes. Irgendwann stellt er zumindest einmal doch fest, dass ich die “Mama“ bin. Badewanne lässt sich auch beliebig durch Dusche oder über die Wanne gebeugtes Haarewaschen ersetzen. In Sachen Busenyoga sind so Kleinkinder erstaunlich beweglich!
  4. Nächste Station Haarefönen. Ist dein Kind in der Wanne gelandet, hindert es die “Teta“ vorm Flüchten vorm Fön. Wenn du nur deine Haare trocknen musst, wage es ja nicht, dich dabei zu weit nach vorne zu beug… damn ;)
  5. Du ziehst dich an. Ich hoffe du findest mit einem Griff dein Oberteil! Jeder Wechsel endet 100% in strahlenden Milchvampiraugen!
  6. Du willst etwas arbeiten? Natürlich jederzeit Mama, ich geb auch Ruhe… an meiner heißgeliebten “Teta, teta teta teta teta ……“!
  7. Du bist schwanger? Gratuliere! Dein Kind wird alle paar Minuten zwischen “Bääääh!“ (inkl. Wasser nachtrinken um den Kolostrumgeschmack zu vertreiben) und “Buuoonooo“ (ital. Lecker) schwanken.
  8. “50 shades of grey“ sind garnichts gegen die Tortur durch ein Brustwarzen zwirbelndes oder bauchnabelbohrendes Kleinkind. Eine Schwangerschaft während der Stillzeit ist nur für besonders Hartgesottene geeignet!
  9. Schamgefühl? Nie wieder mit stillsüchtigem Kleinkind! Es grenzt an ein Wunder, wenn es nicht versuchen sollte, dir bei jeder noch so unpassenden Gelegenheit in der Öffentlichkeit an die Brüste zu fassen. Du machst da nicht mit? Ein Hurrikan ist nichts gegen ein ungehaltenes Kleinkind in der Autonomiephase, dem seine Lieblingskuschelbrüste verweigert werden! Und auch wenn du inkognito am Spielplatz unterwegs bist: spätestens wenn dein Kind einen Unfall hat, wird deine Tarnung als Langzeitstillmama mit lautem “Maaaamaaaa, Buuuuseeeen!“, quer über den Spielplatz schallend,  auffliegen. Spätestens jetzt würdest du dir ein Codewort wünschen!
  10. Du hast dir mal einen kinderfreien Abend gegönnt oder kehrst genau zu Kindleins Schlafenszeit aus der Arbeit heim? Schleichst dich wie ein Ninja in die Wohnung? Entwischst sämtlichen Legosteine, Matchboxautos, Puppen, Bilderbüchern und sonstigen Stolperfallen, welche trotz (zumindest so die Theorie ;) ) regelmässigen Aufräumens immer von selber als Spur der Verwüstung im ganzen Haushalt verteilt sind, … denkst dir noch: „Hach, Ruhe! Nur Zeit für mich alleine!“ und du kannst sicher sein, dass auch noch beim Kleinkind der Mama-Radar genau jetzt anschlägt und nur mit Busen zufrieden gestellt werden kann.
  11. Ein Geschwisterchen ist da. Die Brust wird ganz ausnahmsweise mit dem Baby geteilt, aber bei der Frage nach dem Besitzanspruch gehört er deinem Kleinkind! Nur wenn es um Gummibärchen geht, MUSS das kleine Baby ohne Widerwort bei der Mamamilch bleiben, die werden definitiv nicht geteilt! ;)
  12. Das Kleinkind wird öfters nachts mit Mamamilch-Gusto wach, als dein Neugeborenes.
  13. Dein Kleinkind ist auf der Autofahrt (meist während DU fährst wohlgemerkt) der Meinung, deine Brust lässt sich, wenn es müde wird, wie die Wasserflasche einfach mal nach hinten reichen und wird zum Wut-Monster, weil du – aus biologisch-logischen Gründen verneinen musst.
  14. Fastfood bekommt beim Tandemstillen im Auto eine ganz neue Bedeutung. Speziell wenn die Geduld beider Stillkinder von der bisherigen Langstreckenfahrt und angesichts mangelnder Haltemöglichkeit ohnehin bereits zum Zerreißen gespannt ist, dass der fahrende Mann auch von dir nur noch ein „Faaaaaaster! Faaaaast da!“ hört … ^^
  15. Baby hat Beißerchen, welche es natürlich einzusetzen gilt. Zum Glück passt das Kleinkind auf seinen Mamabusen auf – erst wird die Mamas Aua mit einem Kühlpad versorgt, dann wird dem Baby erklärt, das Mamas Busen zahnfreie Zone ist!

Welche kuriosen Kleinkind-Stillerlebnisse habt ihr so erlebt? Ich freue mich über eure Geschichten mit Langzeitstillkind! :)